Fonds vs. ETF – Mensch oder Maschine?

Kann ein einzelner Mensch dazu in der Lage sein, bessere Entscheidungen zu treffen als der Markt? Es ist doch eher davon auszugehen, dass mehrere Mitentscheider bessere Ergebnisse liefern können als ein einziges Individuum. In den meisten Bereichen mag das vielleicht stimmen – doch beim Fondsgeschäft gelten andere Regeln. Mit diesem Vergleich möchten wir Ihnen diese Regeln näher bringen, damit Sie bei der Auswahl der Fonds stets den optimalen Überblick behalten.

Lernen Sie die Unterschiede zwischen dem aktiven und passiven Fondsmanagement kennen. Und wichtiger noch: „Was lohnt sich mehr? Eine menschliche oder maschinelle Betreuung von Investmentfonds?“

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Vergleich / Fonds vs. ETF

Das aktive Fondsmanagement: Der Mensch als Vermögensverwalter

Ein aktives Fondsmanagement wird von einem oder mehreren Fondsmanagern betreut, die selbständig in die Entwicklung einer Fondsanlage eingreifen. Durch eine weitreichende Expertise und einen ausprägenden Instinkt, haben diese Manager Ihre Entscheidungskraft perfektioniert – wodurch sie in der Lage sind, die Entwicklung des Marktes abzuschätzen und rentable Investitionen mit Erfolgsaussichten zu tätigen. Dabei helfen dem Fondsmanagement auch die Auswertungen von Analystenteams. Doch ganz zum Schluss zählt das menschliche Gespür eines Fondsmanagers, um neue Chancen nutzen. Die Rede ist von den Chancen, die für eine positive Wertentwicklung getroffen werden können, um überdurchschnittliche Renditen beim Fondsgeschäft zu erzielen.

Das passive Fondsmanagement: Die Maschine als Vermögensverwalter

Bei einem ETF (Exchange Traded Funds) handelt es sich um die elektronische Verwaltung einer Fondsanlage. Der ETF wird durch ein Computerprogramm betreut, das sich bei seinen Entscheidungen ausschließlich an einem Index orientiert, der den Querschnitt eines Marktes widerspiegelt. Auf unterschiedliche Finanzprodukte stützt sich ein Markt. Demzufolge wird seine Entwicklung durch die Masse der Teilnehmer bestimmt. Für die Verwaltung eines Fonds, wählt der Computer automatisch die Wertpapier-Titel aus, welche die Entwicklung eines Index so genau wie möglich nachbilden. Dadurch wird ein aktives Fondsmanagement nicht mehr benötigt.

Zu der Elektronischen Kapitalverwaltung gehören auch Indexfonds. Diese sind einem ETF sehr ähnlich. Indexfonds benötigen jedoch wesentlich mehr Zeit als ein ETF, um die Wertentwicklung der Börse zu erfassen. In unserem Artikel über ETF und Indexfonds, werden diese Indexprodukte genauer vorgestellt: Zum Artikel

Aktiv und passiv: Worin besteht der Unterschied?

Durch ein aktives oder passives Fondsmanagement wird eine Kapitalanlage für Investmentfonds verwaltet. Durch ein aktives Management wird der klassische Fonds betreut. Dabei verfolgt ein Fondsmanager festgelegte Strategien und bestimmt die Zusammensetzung der Fondsanlage. Aktiv greift er in die Auswahl der Wertpapiere ein und bestimmt dadurch, welche Titel in einen Fonds aufgenommen und welche veräußert werden. Ein aktives Fondsmanagement zielt darauf ab, eine Überrendite zu erzielen, die über dem abgebildeten Index eines Marktes liegt. Dass sich ein aktives Management auszahlt, zeigt schon das europäische Fondsvolumen von ungefähr 10 Billionen Euro (Stand 2017). 39 Prozent des Fondsvolumens liegen davon in Aktienfonds, ungefähr 27 Prozent sind zu den Rentenfonds zu zählen und 17 Prozent gehören zu den Mischfonds.

ETFs werden dagegen zu dem passiven Fondsmanagement gezählt. Diese werden auch als Indexprodukte bezeichnet, da sie sich automatisch an der Wertentwicklung der Märkte ausrichten. Dadurch wird die Auswahl und Veräußerung der Wertpapier-Titel elektronisch abgewickelt, ohne dass ein Mensch in diese Prozesse eingreifen muss. Ein Vorteil daran sind die geringen Verwaltungskosten, da kein menschliches Fondsmanagement benötigt wird. Der große Nachteil bei Indexprodukten liegt darin, dass der ETF oder Indexfonds ausschließlich Wertpapiere auswählt, die die Entwicklung eines Index widerspiegeln. Durch diese Entscheidungen werden Chancen auf gute Renditen verpasst. Daher dümpeln sehr viele Indexprodukte vor sich hin, ohne eine nennenswerte Wertsteigerung zu verzeichnen.

Fazit: Was lohnt sich mehr? Aktive oder passive Fondstypen?

Auch wenn eine elektronische Verwaltung des Fondsvermögens durch einen ETF oder Indexfonds sehr kostengünstig ist, werfen sehr viele Indexprodukte keine nennenswerten Erträge ab. Dagegen ist eine menschliche Verwaltung zwar etwas teurer, dafür aber auch wesentlich ertragreicher – da ein Mensch die Chancen des Marktes wahrnehmen kann, was der elektronischen Verwaltung verwehrt bleibt.

Wenn Anleger dennoch von der Funktionsweise von ETFs oder Indexfonds überzeugt sind, sollten sie vor einer Investitionsentscheidung das Volumen des elektronisch verwalteten Fonds prüfen. In der Finanzbranche wird davon ausgegangen, dass ein Indexprodukt mindestens 100 Millionen Euro enthalten sollte, bevor überhaupt ein nennenswerter Gewinn erzielt werden kann. Dazu sollte dieses Fondsvolumen innerhalb von drei Jahren entstehen, wenn keine Schließung des Finanzproduktes riskiert werden soll. Das sind hohe Ziele, die ein Indexprodukt erfüllen muss, bevor er überhaupt annähernd lukrativ werden kann. Ein Fondsmanager dagegen, kann schon mit wesentlich weniger Fondsvermögen stattliche Renditen erzielen.

Der Fondsanalyst Thomson Reuters Lipper hat eine Studie veröffentlicht. Diese Studie sagt aus, dass es über 400 Indexfonds nicht schaffen konnten, die 100-Millionen-Euro-Grenze in drei Jahren zu erreichen. Mehr als 240 Indexfonds fassten nach 36 Monaten nicht einmal mehr als 50 Millionen Euro. Daher muss ein ETF gründlich geprüft werden, da die Anbieter von Indexprodukten den sehr dehnbaren Handlungsbereich nutzen, um unprofitable Indexprodukte als Kapitalanlage anzubieten.

Unser Tipp: Für eine gute Rendite auf ein aktives Fondsmanagement setzen

Die Hürden sind gewaltig, bevor ein Indexprodukt (ETF oder Indexfonds) eine nennenswerte Rendite abwerfen kann. Derzeit könnten also Investitionen, in die meisten Kapitalanlagen mit elektronischer Verwaltung, in einer Enttäuschung enden. Daher empfehlen wir die klassische bzw. aktive Fondsverwaltung durch einen Fondsmanager. Eine menschliche Betretung der Kapitalanlage bietet immer noch die besten Renditen, da die Chancen des Marktes nur durch das Gespür eines erfahrenen Fondsmanagers genutzt werden können.

Ebenfalls ist bei Investitionen in Fonds auf den richtigen Fondsvermittler zu achten. Ohne den Vermittler läuft nämlich überhaupt gar nichts – unabhängig davon, ob man auf aktive oder passive Fondstypen setzt. So ist darauf zu achten, dass der Vermittler auf überflüssige Transaktionskosten, versteckte Gebühren und den Ausgabeaufschlag verzichtet. Denn diese Gebühren können sich über die Jahre ansammeln und zu immensen Verwaltungskosten führen, die selbst die besten Renditen schmälern. Auf unserer Fondsplattform können sie von günstigen Konditionen, 100% Kaufrabatt und sogar durch Fonds-Cashback profitieren. Lernen Sie uns hier kennen.

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