Grauer Kapitalmarkt

Als grauer Kapitalmarkt wird der unregulierte Teil des Kapitalmarktes bezeichnet. Dieser Markt ist zwar legal, steht jedoch nicht unter staatlicher Aufsicht. Unternehmen, die im grauen Kapitalmarkt tätig sind, benötigen für Ihre Handlungen keine Erlaubnis der BaFin. Ebenfalls müssen diese wenige bis keine gesetzlichen Vorgaben erfüllen.

Vorteile und Nachteile des grauen Marktsegmentes
Weißer, grauer und schwarzer Kapitalmarkt im Detail
Unser Tipp: Investitionen in den weißen Kapitalmarkt

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Grauer Kapitalmarkt: Die Vorteile und Nachteile

Durch ungenaue Regulierungen bietet der graue Kapitalmarkt auch kapitalschwachen Unternehmen den Zugang zu Investoren. Das geschieht dadurch, da die Beaufsichtigungskosten entfallen, die durch die BaFin entstehen. Dieser Vorteil bietet gleichzeitig einige Nachteile. So können die Vorteile einer mäßigen Regulierung auch von unseriösen Anbietern ausgenutzt werden, um dubiose Finanzprodukte zu verbreiten, die Anlegern letztendlich schaden. In der Regel bietet jedoch der graue Kapitalmarkt Anbietern die Freiheiten, neue Finanzprodukte zu erschaffen, von denen Anleger profitieren können. Dadurch können Finanzprodukte zu attraktiven Konditionen entwickelt werden, die Investoren eine besonders hohe Rendite ermöglichen. Für die hohen Gewinnspannen müssen die Anleger allerdings oftmals ein sehr hohes Risiko eingehen. 2013 wollte der Gesetzgeber den grauen Kapitalmarkt weiß machen, mit der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Allerdings gibt es selbst danach noch einige schwarze Schafe, die durch weiter bestehende Lücken im System, Anleger um ihr gesamtes Erspartes bringen.

Finanzprodukte für kapitalschwache Unternehmen (z.B. Startups)
Keine Zusatzkosten entstehen durch die BaFin
Vielfältige Möglichkeiten für lohnenswerte Investitionen

Es besteht die Gefahr ein unseriöses Finanzprodukt zu erhalten
Nährboden für Anbieter mit dubiosen Geschäftsmodellen, die im Betrug enden können
Unseriöse Anbieter verfolgen einzig das Ziel, an das Kapital von Anlegern zu gelangen

Empfehlung der BaFin

BaFin ist die Abkürzung für die "Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht". Die Aufgabe der BaFin ist es, als Finanzmarktaufsichtsbehörde alle Finanzbereich zu kontrollieren. Die BaFin empfiehlt besondere Vorsicht, wenn Investitionen in den grauen Kapitalmarkt getätigt werden. Schließlich bietet ein grauer Kapitalmarkt auch die Möglichkeiten für Betrug. In einigen Fällen werden missbräuchliche Geschäftsmodelle aufgebaut, die den einzigen Zweck verfolgen an das Kapital von unerfahrenen Anlegern zu gelangen.

Die Zuordnung der Kapitalmärkte

Die Marktsegmente der Kapitalmärkte werden in den meisten Fällen mithilfe von unbunten Farben abgegrenzt. Dazu gehört zum Beispiel der weiße, graue und schwarze Kapitalmarkt. Jeder dieser Segmente bietet individuelle Vor- und Nachteile.

Weißer Kapitalmarkt: Zu dem weißen Kapitalmarkt gehören Versicherungsunternehmen, Institute und Dienstleister, denen eine Erlaubnis für ihre Tätigkeit nach den Aufsichtsgesetzen vorliegt. Anbieter im weißen Kapitalmarkt unterliegen einer ständigen und unabhängigen Aufsicht. Hierzu zählen neben Anbietern auch Produkte, wie zum Beispiel offene Investmentfonds.

Grauer Kapitalmarkt: Der graue Kapitalmarkt ist minimal reguliert, selbst nach der Reform 2013 gibt es noch viele Schwachstellen. Anbieter in diesem Segment benötigen für Ihre Angebote keine Erlaubnis der BaFin. Dennoch nimmt die BaFin auch in diesem Segment Aufgaben zur Sicherung der Dienstleitungen wahr.

Schwarzer Kapitalmarkt: Der schwarze Kapitalmarkt ist als illegaler Markt zu bezeichnen. Akteure in diesem Markt betreiben häufig Geschäfte ohne die nötige Erlaubnis der BaFin oder anderer Aufsichtsbehörden. Viele Anbieter in diesem Segment verfolgen nicht selten verbotene Geschäftsmodelle.

Angebote des grauen Kapitalmarktes

Die Angebote des grauen Kapitalmarktes sind vielfältig. Im Rahmen dieses Marktsegmentes können Anbieter immer wieder neue Investitionsmöglichkeiten entwickeln, von denen Anleger profitieren können. Zu den Möglichkeiten der Investitionen gehören:

Crowdfunding
Direktinvestments in Rohstoffe
Edelmetallsparpläne
geschlossene Fonds (Alternative Investmentfonds seit 2013)
Kryptowährungen

Unser Tipp: Offene Fonds im weißen Kapitalmarkt

Wer sein Kapital sicher anlegen möchte, dem sind offene Investmentfonds zu empfehlen. Diese Art der Geldanlage bietet einen besonderen Schutz, da Fonds als Sondervermögen gelten und damit vor einer eventuellen Insolvenz geschützt sind. Gleichzeitig bieten offene Fonds einen guten Inflationsschutz, um das eigene Kapital vor einer möglichen Geldentwertung zu schützen. Ebenfalls gehören offene Investmentfonds zum weißen Kapitalmarkt.

Besonderer Schutz, als Sondervermögen vor Insolvenz geschützt
Guter Schutz vor Entwertung des Vermögens durch Inflation
Großes und vielfältiges Angebot an Investitionsmöglichkeiten
Geldanlage im weißen Kapitalmarkt

Was sind offene Fonds?

Erfahren Sie alles über die lohnenswerten Anlagemöglichkeiten von offenen Investmentfonds im weißen Kapitalmarkt.

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